Im November 2003 wurde mit dem Probebetrieb ”Mobiles Bürgeramt” an verschiedenen Standorten in den Berliner Bezirken Spandau und Pankow begonnen.
Der Probebetrieb fand an insgesamt 11 verschiedenen Standorten statt. Davon waren:

Bild 1: Probebetrieb an einem Indoor-Standort

Bild 2: Probebetrieb auf einem Straßenfest (hier Fest der Nationen)

Bild 3: Probebetrieb in einem Einkaufszentrum (hier Schönhauser Allee Arcaden)
Seit Mai 2004 wurden mittels Fragebogen systematisch Daten zur Akzeptanz bei den Bürgern und Bürgerberatern erhoben.
Die drahtlose Kommunikation zwischen Endgerät und Berliner Landesnetz erfolgte - je nach Randbedingungen des Standorts - über GPRS oder WLAN.
Mit UMTS wurden Tests durchgeführt, bei denen sich aber herausstellte, dass an den MoBüD-Standorten noch kein oder kein ausreichend stabiler UMTS-Zugang möglich war.
Insgesamt fanden mehr als 100 Probebetriebs-Termine statt, an denen mehr als 3.000 Bürger Dienstleistungen des mobilen Bürgeramts in Anspruch nahmen.
Die häufigsten Anliegen der Bürger bezogen sich auf den Personalausweis oder den Reisepass, auf An- und Ummeldungen, auf den Führerschein und auf die Lohnsteuerkarte.
Die Bezirke Spandau und Pankow haben mobile Bürgerdienste auch nach Beendigung des MoBüD-Projekts (Februar 2005) im Rahmen eines "erweiterten Probebetriebs" angeboten.
Das Land Berlin hat beschlossen, mobile Bürgerdienste auch im Jahre 2006 weiterhin anzubieten und bei Bedarf auszuweiten. Verfahrensverantwortlicher für Bürgerdienste ist das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO), die technische Infrastruktur wird vom IT-Dienstleistungszentrum Berlin zur Verfügung gestellt.
Im Rahmen einer Kooperation zwischen MoBüD und der Stadt Magdeburg wurde im Januar und im Februar 2005 in Magdeburg ebenfalls ein Probebetrieb von mobilen Bürgerdiensten durchgeführt. Dieser fand an vier Standorten statt. MoBüD stellte dazu neben Know-how auch einen "Bürgeramts-Koffer" zur Verfügung und untersuchte die Akzeptanz bei Bürgern und Bürgerberaterinnen.